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- AusflÜgE -


Durch die Berge Gran Canarias
In die Bergwelt Gran
Canarias führt diese 140 km lange Tour, für die Sie einen ganzen Tag
reservieren sollten. Denn die Straßen sind eng und kurvig, fahren
Sie vorsichtig, denn es gibt viele Möglichkeiten, die herrlichen
Aussichten zu genießen. Entdecken Sie die Insel einmal von ihrer
stillen, urtümlichen Seite. Denken Sie an Jacke/Pullover und
Kopfbedeckung. In den Bergen ist es oft kälter und nicht so sonnig
wie an der Küste.
Von Playa del Inglés geht es durch San Fernando hinauf in die
Cumbre. Der Barranco de Fataga zeigt sich in dürrem Ocker. Nach dem
Besuch des Mundo Aborigen, des altkanarischen Geschichtsparks,
fahren Sie auf der gewundenen Straße über einen Pass (Aussichtsplattform,
Cafeteria) und wieder ins Tal hinab nach Fataga, dem malerischsten
Dorf der südlichen Cumbre. Dahinter liegt links ein Dromedargehege,
das Ausritte anbietet. Die nächste Station, San Bartolomé de
Tirajana, liegt bereits knapp 900 Meter hoch. Vor Ihnen erheben sich
jetzt die senkrechten
Wände der Cumbre. Die Landschaft wird üppiger, es werden Aprikosen
und Kartoffeln angebaut. Kurz nach Cruz Grande ist mit 1260 m erst
einmal der höchste Punkt erreicht. Über einen Pss kommen Sie in den
nächsten Barranco. Aus der Ferne blitzt das Wasser des Stausees
'Embalse de Chira' in der Sonne. Kurze Zeit später taucht der Weiler
Ayacata zwischen vielen Mandelbäumen auf. Hier lohnt sich die erste
Rast.
Danach geht es in nordöstlicher Richtung nach Los Pechos. Nach
einigen Serpentinen taucht der Roque Nublo auf, ein 80 m hoher
Monolith, der von vielen Punkten der Cumbre
aus zu sehen ist und dabei scheinbar immer wieder Aussehen und Größe
verändert. Durch weitläufige Pinienwälder und an Obstplantagen
vorbei kommen Sie an die Kreuzung
von Cueva Grande und biegen rechts ab in Richtung Pico de las
Nieves. Die 'Schneespitze' ist mit 1949 m der höchste Punkt der
Insel. Im Dezember und Januar schneit es hier gelegentlich, an
geschützten Stellen können die weißen Tupfer wochenlang liegen
bleiben. Rechts geht es zum höchsten Aussichtspunkt, immer am Zaun
der militärischen
Horchanlage entlang, deren weiße Kuppeln schon von weitem zu sehen
sind. Lassen Sie die Aussicht in Ruhe auf sich wirken. Nach Süden
und Osten ist es schroff und felsig, nach
Norden und Westen dicht bewaldet. Bei gutem Wetter reicht die dichte
Passatwolkendecke bis etwa 1700 m Höhe und schiebt sich in die
Kerben der Barrancos und zwischen die Berge. Am anderen Ende stößt
unvermittelt der wuchtige Kegel des Teide auf Teneriffa durch die
Wolkendecke.
Er ist mit 3718 m der höchste Berg Spaniens.
Zurück zur Kreuzung von Cueva Grande und von dort
geradeaus hinab nach
Cruz de Tejeda, eine touristische
Exklave in ansonsten verträumter Umgebung. Kinder
können auf niedlichen Eseln reiten; und wer mag, isst im Restaurant
des rustikalen Paradors
ausgezeichnet zu Mittag. Die Abfahrt nach Tejeda führt durch
Eukalyptusalleen; links lugt der
Roque Bentaiga (1412 m) zwischen den Bäumen hindurch. Tejeda ist
wegen seiner Lage und
Unverfälschtheit wohl der malerischste Ort Gran Canarias mit
Minigassen, Treppen,
Plätzen und einer Kirche. Der Stadtrundgang ist deshalb ein
besonderes Vergnügen.
Weiter geht es Richtung Süden. Nach etwa 4 km biegen Sie rechts zum
Roque Bentaiga ab.
Zu Fuß gelangen Sie zum heiligen Basaltfelsen. In ihm sind Rillen zu
sehen, in die Flüssigkeiten
als Opfergabe gegossen wurden. In den Bergwänden befinden sich
mehrere Höhlenwohnungen,
die größte von ihnen ist die Cueva del Rey.
Dann folgen Sie der Straße weiter nach Süden. Kurz vor Ayacata heißt
es, scharf rechts zum
Embalse de Cueva de las Niñas abzubiegen. Auf der wenig befahrenen
Straße spürt man viel
von der Einsamkeit der kanarischen Bergwelt. Der »Stausee der
Mädchenhöhle« ist sicher der
anmutigste auf Gran Canaria, an seinem Ufer wird gepicknickt und
gecampt.
Abenteuerlich geht es dann auf dem letzten Teil der Tour zu. Die
staubige Schotterpiste in den
Barranco de Mogán fordert fahrerisches Geschick.
Mogán selbst ist ein netter Ort mit einigen urigen Lokalen. Die
anschließende Fahrt zur Küste
führt durch das schönste Tal im Süden, dem Obst- und Gemüsegarten
Gran Canarias.
Zur Zeit der Orangenblüte Ende März liegt ein betörender Duft über
dem Tal. Pflanzenfreunde
statten der großen Gärtnerei Viveros am Ende der Schlucht einen
Besuch ab und erwerben
ein blumiges Urlaubssouvenir. Auf der Küstenstraße geht es dann
wieder nach Playa del Inglés.
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Einmal rund um die Insel Gran Canaria
Erleben Sie Gran Canaria in
seiner aufregenden Schönheit. Der Nordwesten hat Gran Canaria ein
Gesicht, welches viele Besucher nur selten zu sehen bekommen: Grüne
Landschaft und traditionelle Lebensweise mit Landwirtschaft und
Fischfang: Geheimnisvolle Höhlen. Die besten Käsesorten der Insel.
Die rurale und echte Seite wird wenig vom Tourismus im Süden
beeinflusst.
Etwa 240 Kilometer lang ist diese Tour. Sie nimmt einen ganzen Tag
in Anspruch, denn es erwarten Sie viele kurvige Straßen. Aber es
gibt auch eine Menge Rastplätze, die zu Pausen einladen.
Auf der Südautobahn geht es nach Las Palmas . Halten Sie sich dort
rechts auf der Avenida Marítima und nehmen Sie die Abfahrt nach
Agaete durch den Tunnel. Von der nördlichen Küstenstraße C 810 haben
Sie einen schönen Blick zurück auf die Hauptstadt und den Hügel der
Isleta. Die Küste ist zerklüftet, der Ozean brandet mit Wucht an das
strandlose Ufer.
Kurz vor Guía biegen Sie etwas umständlich (Abfahrt La Atalaya, über
den Kreisverkehr zurück in Gegenrichtung, nächste Abfahrt Artenara,
schräg rechts hoch Richtung Cuesta de Silva) ab und fahren hinauf
zum Cenobio de Valerón. Die Höhle ist im Morgenlicht besonders
eindrucksvoll. Nach deren Besuch geht es auf demselben Weg zurück
zur Kreuzung und dort links nach Guía. Beim Stadtbummel sollten Sie
die Kathedrale und die umliegenden Straße
n ansehen. Der witzige Käseladen von Santiago Gil Romero befindet
sich direkt an der Durchgangsstrasse. Der Meister weiht Besucher
gern in die Geheimnisse des Queso de flor ein.
Kurz vor Gáldar ist ein Abstecher nach rechts auf den bizarren Pico
de Gáldar möglich mit herrlichem Blick über die Küste, weite
Bananenplantagen und die nördliche Cumbre. Gáldar selbst hat einen
großen Marktplatz. Im Patio des Rathauses (links) steht der größte
Drachenbaum Gran Canarias (Besichtigung nur bis spätestens 13 Uhr).
Zurück auf der Durchgangsstraße geht es weiter Richtung Agaete. Bei
der Kreuzung nach Sardina (rechts abbiegen) können Sie wieder einen
Abstecher machen, diesmal zum Echsenpark Reptilandia und zum
Fischerdorf Sardina. Kurze Zeit später liegt links der Landstraße in
einer Felsenbucht die Cueva de las Cruces.
Agaete ist ein hübscher Ort, hier befindet sich auch eine
Anlegstelle der Fred Olsen-Linie, eine Fährverbindung nach Teneriffa.
Die Fahrt in den Barranco de Agaete ist sehr interessant, zumal sich
hier das lieblichste und abgeschiedenste Tal der gesamten Insel
eröffnet. Überall leuchtet es in üppigen Farben, kleine Ortschaften
schmiegen sich an den gegenüberliegenden Hang. Die Umgebung ist
schön für einen Spaziergang. Auch die Autofahrt nach Los Berrazales
bis zum Hotel Princesa
Guayarmina und zurück hat ihren Reiz.
Wieder in Agaete fahren Sie weiter in Richtung Süden. Hinter der
Brücke führt rechts ein Abstecher nach Puerto de las Nieves. In dem
kleinen Fischerort empfiehlt es sich, im El Dedo de Dios einzukehren,
einem Restaurant mit Blick auf den kleinen Hafen und Strand.
Zurück auf der nach Süden führenden Straße beginnt nun der wildeste
Küstenabschnitt Gran Canarias. Die graubraunen Berge reichen im
Westen der Insel bis an den Ozean heran und brechen dann fast
senkrecht in die Tiefe ab. In mühsamer Arbeit wurden die Serpentinen
inden Fels geschlagen. Dörfer gibt es hier keine. Eine Stunde lang
fahren Sie zwischen Himmel und Erde, immer wieder taucht die
Nachbarinsel Teneriffa im Westen auf. Am Mirador de
Balcón haben Sie von der Aussichtsplattform einen tollen Blick auf
die zerklüfteten, ins Meer abfallenden, Berge.
San Nicolás de Tolentino ist eine weitläufige Kleinstadt.
Wer mag, kann dem Fischerort Puerto de San Nicolás einen Besuch
abstatten. Sie haben den westlichsten, mit dem Auto erreichbaren,
Punkt Gran Canarias erreicht.
Mit einem erst langsamen, dann immer steileren Aufstieg geht es
weiter in die Berge. Im Tal bilden die von gewaltigen Plastikplanen
gegen den Wind geschützten Tomatenplantagen ein seltsames Mosaik,
voraus beeindruckt eine zerfurchte, hunderte Meter hohe Felswand.
Auf der Degollada de la Aldea liegt der Pass in 700 m Höhe. Von hier
aus windet sich rechts eine kleine Straße um den Berg hinab nach
Tasartico, von wo aus die Strände Güigüí Grande und Güigüí Chico zu
Fuß erwandert werden können.
Vom Pass führt die Bergstraße hinab in den trockenen Südwesten, bis
links die Felsformation der Azulejos (d.h. »Kacheln«) auftaucht.
Adern aus verschiedenfarbigem Tuffstein stoßen wie ein Wasserfall
bis zur Straße vor. Auf einem Parkplatz können Sie einige
Erfrischungen kaufen.
Danach gelangen Sie nach Mogán und in den gleichnamigen Barranco. An
der Küste liegt Puerto de Mogán, die architektonisch gelungene
Touristensiedlung mit dem wie ein Schwalbennest am Hang klebenden,
gleichnamigen Fischerort. Ein Bummel durch dessen steile Gassen ist
schön; unten am Kiosk des Dorfplatzes warten leckere Churros de
pescado, ein Fischsnack, und der wohlverdiente Cortado (Expresso-Kaffee
mit Milch).
Auf der Küstenstraße führt der Weg nach Puerto Rico, das wegen
seines geschützten Strandes viele Tagesgäste aus Playa del Inglés
anzieht. Als Nächstes folgt Arguineguín, ein rummeliger Fischerort,
mit Wochenmarkt. Betulich geht es hingegen auf der kleinen Werft zu.
Hier werden ständig mehrere Boote in Handarbeit überholt. Je nach
Saison frühmorgens oder abends versammeln sich die Händler an der
breiten Mole, um den heimkommenden Fischern das frische Meeresgetier
abzukaufen. Von
Arguineguín geht es weiter in Richtung Playa del Inglés, entweder
über die Autobahn oder über die Küstenstraße, die an einer großen
Bananenplantage und der Siedlung El Pajar vorbeiführt, wo Sie
einfach und gut zu Abend essen können.
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